Digital Souverän - Ein Projekt für 2026

Zum Jahresende hat der große amerikanische Händler mit dem A mir eine Mail geschickt, die ich so nie erwartet hätte. Mit ein wenig Nachdenken hätte mich die Mail nicht überrascht, aber man verdrängt ja gerne unangenehme Dinge. So wie ich verdrängt hatte, wie bereitwillig ich meine Informationen mit unseren amerikanischen Freunden teile.

Im Badezimmer hängt ein smarter Bewegungsmelder und wenn ich mitten in der Nacht ins Bad gehe, schaltet er brav gedimmtes Licht ein, damit meine schlafwandelnden Augen nicht übermäßig geblendet werden. Durch das verhängnisvolle "Alexa, erkenne meine Geräte" irgendwann (genau genommen am 21. Mai 2024 - wie mich Amazon freundlich erinnert) ist jetzt also auch Amazon bekannt, wann sich bei mir im Badezimmer etwas tut.

Bisher hielt man es mit dem Gentlemen-Codex: Schweigen und Genießen. Doch diese E-Mail zeigt sehr klar, dass (und auch was) Amazon so richtig intime Dinge weiß. Und sie wollen das jetzt auch zu Geld machen.

Natürlich bin ich mehr als skeptisch und überlege, wie ich diese Offenbarungen für 2026 reduzieren kann. Etwas mehr digitale Souveränität ist wichtig und richtig, daher ist es wohl Zeit für einen Digital Independence Day.

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